REWE International AG zieht positive Nachhaltigkeits-Bilanz für 2015/16
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6. September 2017

REWE International AG zieht positive Nachhaltigkeits-Bilanz für 2015/16


Erfreuliches Umsatzwachstum bei „Grünen Produkten“

Bereits zum vierten Mal präsentiert Österreichs Nr. 1 im Lebensmittelhandel ihren im Zwei-Jahres-Rhythmus erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht: „Wir waren die ersten im Lebensmittelhandel, die schon 2008 Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensstrategie festgeschrieben haben. Dass die Berichte mit jedem Mal umfangreicher und detaillierter geworden sind, dokumentiert sehr gut, welche Erfolge wir erzielen konnten, aber auch was wir uns im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens in jeder Berichtsperiode vornehmen“, betont Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der REWE International AG. Neben der erfreulichen Umsatzentwicklung bei den „Grünen Produkten“ konnte vor allem auch in den Bereichen Verbesserung des Tierwohls, Vermeidung von Plastik-Material, der zügigen Umsetzung der Disability-Strategie und dem Schutz wertvoller ökologischer Flächen positive Nachhaltigkeits-Bilanz gezogen werden.

Ein Kernelement der Nachhaltigkeitsstrategie der REWE International AG und ihrer Handelsfirmen BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG ist die laufende Ausweitung und Weiterentwicklung nachhaltig(er) produzierter Produkt-Sortimente. Mittlerweile werden diese Produkte an den Nachhaltigkeitskriterien von mehr als 25 Labels, Zertifikaten und Standards gemessen, bevor sie in die Regale gelangen. Dabei ist Bio der bedeutendste Standard und Umsatztreiber der „Grünen Produkte“: „Wir konnten unsere Bio-Erfolgsstory vor allem dank unserer Bio-Pionier-Marke Ja! Natürlich einmal mehr eindrucksvoll fortsetzen“, so Hensel, „und mit Alnatura haben wir 2015 eine weitere renommierte Marke in das Sortiment aufgenommen, sodass der Bio-Gesamtumsatz im Berichtszeitraum 2015/16 um +21 Prozent gestiegen ist.“ Ja! Natürlich erzielte 2016 einen Umsatz von 394 Mio. € (+7 Prozent gegenüber 2015), wird von 7.000 Bio-Landwirten und 160 Partnerbetrieben beliefert und bietet aktuell ein Sortiment von 1.300 Produkten, die zu 80 Prozent aus Österreich stammen.
Auch das PRO PLANET-Sortiment, das 2010 eingeführt wurde, um allen Kunden/innen den Zugang zu erschwinglichen Produkten mit einem nachhaltigen Mehrwert zu ermöglichen, konnte 2016 wieder leicht zulegen und erzielte einen Umsatz von 112 Mio. €.

Regional-Eigenmarke „Da komm´ ich her“ trifft Kundenwünsche punktgenau
In den aktuellen Kundenumfragen zu Nachhaltigkeit bekommt das Thema Regionalität zunehmend mehr Gewicht: als kaufentscheidende Faktoren für regionale Produkte werden besondere Frische, Unterstützung der heimischen Landwirtschaft und kurze Transportwege genannt. „Mit unserer im September 2014 eingeführten Regionalmarke „Da komm´ ich her“ haben wir diese Kundenwünsche auf den Punkt gebracht“, freut sich Marcel Haraszti, Bereichsvorstand Vollsortiment Österreich. Was auch die Umsatzentwicklung eindrucksvoll beweist: nach 92 Mio. € im Jahr 2015 konnte der Umsatz 2016 bereits auf knapp 132 Mio. € gesteigert werden. Mittlerweile umfasst das saisonale und regionale Sortiment 244 Artikel aus den Bereichen Obst & Gemüse und Eier. Noch regionaler wird es im BILLA Regional Regal und auf dem MERKUR Bauernmarkt, mit denen derzeit mehr als 500 kleineren lokalen Betrieben eine Vertriebsplattform für mehr als 5.000 regionale Spezialitäten geboten wird. Zur Einordnung: Insgesamt wird die REWE International AG in Österreich von 2.500 österreichischen Lieferanten mit 94.000 Artikeln beleifert, darunter 160.000 Tonnen österreichisches Obst&Gemüse (642 Produkte von 116 Lieferanten)
Die Kunden/innen, die Produkte von „Da komm´ ich her“, „MERKUR Immer grün“, „Ich bin Österreich“ (PENNY) und „bi good“ (BIPA) kaufen, tragen darüber hinaus mit einem Cent pro Artikel zum langfristigen Schutz wertvoller Lebensräume, heimischer Tiere und Pflanzen bei. Das Geld fließt in die 2015 von der REWE International AG gegründete Privatstiftung „Blühendes Österreich“ - mit dem Ziel bis 2025 1.000 Hektar an bedrohten ökologischen Flächen zu schützen und damit die Biodiversität zu erhalten. „Die Stiftung ist mit einer Million Euro pro Jahr dotiert“, so Haraszti, „damit konnten wir bereits den Schutz von 325 Hektar Flächen nachhaltig absichern.“

„Harte Arbeit für Verbesserung des Tierwohls hat sich gelohnt“
„Unser Engagement, mehr als 20 Jahre harte Arbeit und viel Ausdauer haben sich in Hinblick auf die Verbesserung des Tierwohls ausgezahlt“, zieht der Vorstandsvorsitzende der REWE International AG zufrieden Bilanz. Im Berichtszeitraum 2015/16 konnten wieder erfreuliche Erfolge für eine artgerechtere und gesellschaftlich akzeptable Tierhaltung in Österreich erzielt werden: So gibt es seit 2016 für die Ja! Natürlich-Milchkühe ganzjährig keine Anbindehaltung mehr, rd. 17.800 Ja! Natürlich-Bio-Mastschweine stammten 2016 aus Freiland- oder Strohhaltung und dank des Ja! Natürlich-Pionierprojekts „Eier mit Liebe gemacht“ konnte eine österreichweite Bio-Branchenlösung erzielt werden, die dem Töten männlicher Küken nach dem Schlüpfen ein Ende setzt. „Diese und viele weitere Maßnahmen werden von unseren Kundinnen und Kunden immer mehr wertgeschätzt“, betont Frank Hensel. „Ja! Natürlich ist mit 44 Prozent Marktanteil nicht nur Marktführer im Bereich Bio-Fleisch, sondern wir haben mittlerweile mit rund 210 Produkten und saisonalen Spezialitäten auch das breiteste Sortiment an Bio-Fleisch im österreichischen Lebensmittelhandel.“
Eine weitere nachhaltige Erfolgsmeldung bedeutet das endgültige Aus für das Plastiksackerl in den mehr als 2.500 Filialen der Handelsfirmen der REWE International AG. Im Laufe des ersten Halbjahres 2017 wurden noch Restbestände abverkauft, jetzt werden nur mehr Permanent- und Papier-Tragetaschen angeboten – was eine Einsparung von 28 Mio. Plastik-Tragetaschen pro Jahr bedeutet.

Disability-Strategie: Verdoppelung der Anzahl der Mitarbeiter/innen mit Behinderung bis 2019
„Vielfalt und Chancengleichheit, zwei Grundwerte in der Unternehmenskultur der REWE International AG, sind ein Anliegen, das meinen Vorstandskollegen und mir besonders am Herzen liegt – vor allem auch für Menschen mit Behinderung“, erklärt Christoph Matschke, Bereichsvorstand für Controlling, Logistik, IT, Human Resources, Development & Consulting. Daher war einer der Schwerpunkte des Nachhaltigkeitsmanagements im Berichtszeitraum 2015/16 die zügige Umsetzung der 2014 entwickelten Disability-Strategie. „Hier sind wir wirklich schon auf einem guten Weg“, betont Matschke. So konnte im Mai 2016 die erste barrierefreie Filiale „BILLA ohne Grenzen“ eröffnet, die Zahl der Mitarbeiter/innen mit Behinderung im Berichtszeitraum auf rd. 400 erhöht und ein umfangreiches Informationsprogramm für Führungskräfte und Mitarbeiter/innen zur Sensibilisierung im Hinblick auf diese Thematik gestartet werden. „Darüber hinaus haben wir den gesamten Recruiting-Prozess barrierefrei gestaltet, um so behinderten Bewerbern den Weg in unser Unternehmen zu erleichtern“, so der Bereichsvorstand für Human Resources.