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4. Januar 2017

REWE International AG setzt starkes Zeichen für Tierwohl


Keine Ferkelkastration mehr ohne Betäubung

Ab dem ersten Quartal 2018 werden BILLA, MERKUR, PENNY und ADEG bei ihren Eigenmarken nur mehr Frischfleisch verkaufen, bei dem die Kastration der männlichen Schweine ausschließlich unter Schmerzausschaltung stattgefunden hat. Österreichs größter Lebensmittelhändler hält diesen Schritt für mehr Tierwohl für dringend notwendig.

Momentan gängige Praxis ist die Kastration ohne Narkose bzw. Schmerzausschaltung. Es werden bestenfalls schmerzstillende postoperative Maßnahmen gesetzt. Mit 2019 tritt in Deutschland eine Gesetzesregelung in Kraft, die Ferkelkastration ohne Betäubung verbietet. Die REWE Group in Deutschland folgt dieser Regelung freiwillig bereits mit 2017 und auch die REWE International AG in Österreich sieht Handlungsbedarf. „Wir brauchen in Österreich zumindest vergleichbare Standards. Derzeit befindet sich Österreich in der gänzlich ungewohnten Position, beim Tierwohl nicht Vorreiter zu sein. Das wollen wir so nicht stehen lassen und das ist es was unsere Kunden von uns erwarten“, erklärt Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der REWE International AG. Um Worten auch Taten folgen zu lassen, hat sich die REWE International AG entschieden, mit den ersten Monaten 2018 kein Schweinefrischfleisch mehr in den Handelsfirmen der REWE International AG – BILLA, MERKUR, PENNY & ADEG – zu verkaufen, bei dem die Kastration der Ferkel nicht schmerzfrei stattgefunden hat. „Diese Entscheidungist für den österreichischen Einzelhandel bislang einzigartig“, führt Hensel weiter aus.

Die Umstellung in Zahlen
Etwa 6,5 Prozent der österreichischen Schweinefrischfrischfleisch-Produktion gehen an die REWE International AG – das entspricht rund 3,5 Millionen Kilogramm Schweinefleisch. Umgerechnet sind das 350.000 Schweine jedes Jahr – etwa die Hälfte davon sind männliche Tiere, die nach gängiger Praxis in den ersten Tagen nach ihrer Geburt  ohne Betäubung kastriert werden. Die Kastration wird durchgeführt, da andernfalls das Fleisch aufgrund des Ebergeruchs ungenießbar und die Tiere selbst durch hormonbedingte Aggressivität untereinander gefährdet wären. Derzeit werden mit allen Beteiligten und Interessensverbänden Gespräche zur Umsetzung dieser Entscheidung geführt. „Uns ist bewusst, dass das für die Landwirte eine Umstellung bedeutet und natürlich gerade auch für kleinere Unternehmen anfänglich zu erheblichen Mehrkosten führen wird. Weil wir überzeugt sind, dass unser Schritt wichtig und notwendig ist, um zu einer gemeinsamen nationalen Lösung für das Wohl der Tiere zu kommen, wird die REWE International AG für die Mehrkosten aufkommen, die durch die Umstellung auf Kastration unter Schmerzausschaltung entstehen.“, so Hensel.

Vorreiter Ja! Natürlich
Ja! Natürlich engagiert sich schon seit Jahren für mehr Tierwohl und hat sich schon vor längerem des Themas Ferkelkastration angenommen. Mittlerweile kann Ja! Natürlich in seinen Maßnahmen zur Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration schon gute Erfolge vorweisen. Bereits bei etwa 40% der Ja! Natürlich Schweine findet die Kastration unter Schmerzausschaltung statt. Zum Wohlergehen aller Tiere, liegt das Ziel aber bei einer flächendeckenden Schmerzausschaltung und Schmerzbehandlung für alle männlichen Ferkel – bio wie konventionell. Dafür setzt sich die REWE International AG konsequent ein.