REWE International AG treibt seit Langem Verbesserungen in der Tierhaltung gemeinsam mit der Landwirtschaft voran
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2. November 2015

Verbesserung der Tierhaltung


REWE International AG treibt seit Langem Verbesserungen in der Tierhaltung gemeinsam mit der Landwirtschaft voran

Innerhalb des Lebensmittelhandels eine Vorreiter-Rolle in Bezug auf die Standards in der Tierhaltung einzunehmen, hat bei der REWE International AG eine lange Tradition. Angefangen bei der Einführung der Bio-Marke Ja! Natürlich – verbunden mit deutlich höheren Standards in der Tierhaltung – vor über 20 Jahren über die Verbannung der Käfigeier aus den Regalen von BILLA 1994, die 2010 ein Verbot in ganz Österreich zur Folge hatte, bis hin zu verschiedensten Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls, die in den vergangenen Jahren gesetzt wurden. Allen voran der Entwicklung des Geflügelmast-Programms im Rahmen von PRO PLANET, durch das in den vergangenen 2,5 Jahren schon über 10 Millionen österreichischer Hühner in den Genuss deutlicher Verbesserungen  in der Haltung gekommen sind.

Das aktuell weitreichendste Projekt der REWE International AG zur Förderung des Tierwohls ist die im März 2013 erfolgte Umstellung des Standardangebots bei Hühnerfleisch bei den Handelsfirmen BILLA, MERKUR und ADEG auf das Nachhaltigkeitsprogramm PRO PLANET im Rahmen der Eigenmarke Hofstädter. Mit diesem Schritt wurden vor allem auch Verbesserungen in der Haltung von Hühnern – deutlich mehr Bewegungsraum, Beschäftigungsmaterial und Tageslicht in allen Ställen – realisiert. Auch eine möglichst tiergerechte Schlachtung ist ein zentraler Punkt im PRO PLANET Maßnahmenpaket. Es wurde bei den Mästern auf CO2-Betäubung umgestellt und zum Teil auch das sogenannte Meyn-System etabliert – bei dem die Tiere bereits in den Anlieferungscontainern mittels CO2 betäubt werden und somit den Schlachthof gar nicht mehr wahrnehmen. Es ist dies der derzeit schonendste mögliche Umgang im Zuge der Geflügelschlachtung. Die höheren Kosten durch die verbesserten Haltungsbedingungen werden den Landwirten von REWE International AG mit einem fixen Preis-Aufschlag abgegolten. Das Geflügelmast-Programm wird durch ein Forschungsprojekt der Veterinärmedizinischen Universität begleitet, um die Verbesserungen und ihre Effekte auf das Wohlbefinden der Tiere auch wissenschaftlich zu überprüfen.

Ja! Natürlich als Speerspitze und Vorreiter in Sachen Tierwohlbewusstsein
Der Bio-Marke Ja! Natürlich ist es ein besonderes Anliegen, artgemäße Tierhaltung über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus zu fördern – durch Projekte mit ganzjähriger Freilandhaltung aber auch Verbesserung in den Ställen, wie beim Strohschwein, Weidejungrind oder Wiesenhendl. Auf die von Tierschutzorganisationen immer wieder kritisierten Kastenstände in der Schweinezucht wird bei Ja! Natürlich gänzlich verzichtet. Einmal mehr Pionier war Ja! Natürlich beim Beenden des bis vor kurzem üblichen Küken-Tötens in der Bio-Ei-Produktion. Seit diesem Jahr gibt es nun in Österreich eine Branchen-Lösung, dass Bio-Eier nur mehr dann als „Bio“ verkauft werden dürfen, wenn auch die männlichen Küken aufgezogen werden. Ja! Natürlich hat gemeinsam mit der Tierschutzorganisation Vier Pfoten bereits 2013 als Wegbereiter eines neuen Tierwohlbewusstseins diesen Schritt mit dem „Moosdorfer Haushuhn & Gockelhahn“ vollzogen.

Strenge Kontrollen sind wesentlicher Beitrag zu Verbesserungen des Tierwohls
Die in Österreich geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, die für die Produzenten als Mindeststandards gelten, sind selbstverständlich Grundvoraussetzung. Die Einhaltung der Standards wird von der AMA bei den Bauern direkt behördlich geprüft, REWE International AG kontrolliert darüber hinaus die Schlachthöfe zusätzlich auch im Rahmend des eigenen Qualitätsmanagements. Bei seinen Qualitätsprogrammen (z.B. PRO PLANET, Ja! Natürlich) lässt das Unternehmen die Produzenten über die behördlichen Kontrollen der AMA hinaus zusätzlich von unabhängigen Stellen auf die Einhaltung der Richtlinien kontrollieren und prüft auch stichprobenartig selbst. Werden die strengen Vorgaben des Qualitätsprogrammes nachweislich nicht eingehalten, wird der Produzent davon ausgeschlossen. Falls die gesetzlichen Mindeststandards nicht eingehalten werden, wird der Lieferant so lange gesperrt, bis diese laut behördlicher Kontrolle wiederhergestellt sind.

Preisbewusstsein beim Konsumenten muss gemeinsam geschaffen werden
Immer wieder wird in der Öffentlichkeit – meist anlässlich von Skandalen – über Tierhaltung diskutiert. Auf der Suche nach den Schuldigen für Missstände in den heimischen Ställen wird die Verantwortung zwischen Politik, Landwirtschaft, Produzenten, Lebensmittelhandel und Konsumenten meist hin und her geschoben. Dazu Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der REWE International AG: „Die ewige Diskussion der Schuldfrage ist müßig, es trägt nicht zu einer Lösung der Probleme bei, den Schwarzen Peter entlang der Wertschöpfungskette weiterzureichen. Für uns geht es darum, Bestehendes weiterzuentwickeln – alle Beteiligten gemeinsam. Dazu sind wir bereit und setzen immer wieder gemeinsam mit der Landwirtschaft Schritte, um Verbesserungen zu erreichen.“ Wie entscheidend der Preis für die Kaufentscheidung ist, gilt es dabei nicht aus den Augen zu verlieren. „Aktionen sind im gesamten Handel über alle Warengruppen hinweg ein gelerntes und funktionierendes Instrument, das der Konsument auch einfordert. Wenn es um höhere Preise für höhere Qualität geht, muss dem Kunden bewusst gemacht werden, wofür dieser höhere Preis steht“, bekräftigt Hensel.

Geteilte Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette
Gerade aus den Erfahrungen heraus hält die REWE Group fest, dass der Lebensmittelhandel allein keine Änderung im Bewusstsein der Konsumenten herbeiführen kann und wird. Fest steht, dass der österreichische Konsument nach wie vor bevorzugt zu preisgünstigem Fleisch greift. Während die Kunden in anderen Produktkategorien zunehmend bereit sind, für höhere Standards einen höheren Preis zu bezahlen, ist dieses Bewusstsein bei Fleisch  noch nicht so stark ausgeprägt. Bewusstseinsbildung der Konsumenten ist in diesem Zusammenhang das Gebot der Stunde. Dazu müssen Politik, Landwirtschaft, Produzenten und Handel jedoch an einem Strang ziehen.