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1. Oktober 2014

(Krebs-) Vorsorgeuntersuchungen retten leben


Die REWE International AG hat 2011 beschlossen, Ihren damals rund 38.500 MitarbeiterInnen als „Motivationsspritze“ für jede Krebsvorsorgeuntersuchung bezahlte Freizeit zu vergüten.

Alljährlich im Oktober ruft die Österreichische Krebshilfe mit der Pink Ribbon Aktion öffentlichkeitswirksam das Brustkrebsrisiko und die Wichtigkeit der Vorsorge in Erinnerung. Der Oktober wird weltweit als Internationaler Brustkrebsmonat im Zeichen des Pink Ribbon begangen. Heimische Promis und internationale Stars stellen sich bei zahllosen Veranstaltungen in den Dienst der wichtigen Sache: das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Brustkrebsvorsorge zu wecken! Die Pink Ribbon Initiative der Österreichischen Krebshilfe hat bislang bereits maßgeblich dazu beigetragen, dass mehr Frauen öfter und regelmäßiger zu Vorsorgeuntersuchungen gehen und Spenden für finanziell in Not geratene Patienten gesammelt werden konnten. Da knapp 80% der 38.500 REWE Group Mitarbeiter Frauen und demnach mehr als 3.700 Mitarbeiterinnen irgendwann in ihrem Leben vom Thema Brustkrebs persönlich betroffen sind, lag es nahe die Initiative Pink Ribbon, wie auch unsere Mitarbeiter-Gesundheit mit dieser Initiative zu unterstützen!
Es handelte sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Betrieblichen Gesundheitsförderungsinitiative des Arbeitgebers und der Belegschaftsvertretung, in Österreich besser bekannt unter dem Namen „Betriebsrat“.

Bezahlte Freizeit für die Vorsorgeuntersuchung
Da Krebsvorsorgeuntersuchungen nicht nur ein Frauenthema sind, richteten wir uns auch an unsere männlichen Mitarbeiter, denn diese können einerseits ebenfalls an Brustkrebs erkranken. Andererseits gehört Prostatakrebs zu einer der häufigsten Krebserkrankungen. Da Vorsorge viele Leben retten kann und die Früherkennung die Heilungschancen begünstigt, erhielt jeder Mitarbeiter im September, Oktober und November 2011 bezahlte Freizeit für eine Krebsvorsorgeuntersuchung. Egal ob männlich oder weiblich, egal ob Frauenarzt, Urologe, Radiologe oder Hautarzt, der Besuch beim Arzt musste nur mit einer Zeitbestätigung nachgewiesen werden.
Die administrativen Aufwände wurden bewusst gering gehalten, um nicht weitere bürokratische Hürden für die Mitarbeiter zu generieren.

Informationen rund um die Krebsvorsorge
Beginnend mit den Abstimmungen in Vorstandssitzungen wurde den Geschäftsführern der Handelsfirmen BILLA, MERKUR, BIPA, PENNY und ADEG die Initiative vorgestellt und mit großem Interesse aufgenommen und unterstützt.
Angefangen von Artikeln in den Mitarbeiterzeitungen, über Informationsplakate und –schreiben an die Filial- und Marktmanager wurde die Aktion vorangekündigt.
Letztlich bekamen alle Mitarbeiter eine kostenlose Pink Ribbon Broschüre mit umfassenden Informationen in die Hand. Diese Broschüre beinhaltet einen Überblick über die häufigsten Krebsarten und deren Früherkennung. Sie informiert ebenfalls über Krebsvorsorgeuntersuchungen und liefert Serviceadressen der österreichischen Krebshilfe, sowie den von der Bundesfachgruppe für Radiologie mit dem „Qualitätszertifikat Mammografie“ auszeichneten Einrichtungen.

Vorstände, Geschäftsführer und Betriebsräte nahmen Stellung und bekundeten damit Ihr Commitment der Initiative und der bezahlten Freizeit gegenüber.

Auch Mitarbeiter, die an Krebs erkrankt waren schildern in der Broschüre sehr offen von Ihrem Schicksal. Zum Beispiel von der Möglichkeit zwischen Chemotherapien ein paar Tage leichte Tätigkeiten in der Filiale oder im Büro zu verrichten. Viele beschreiben die Arbeit nämlich als Ort, wo sie abschalten, sie selbst sein konnten und dank dem offenen Umgang mit der Krankheit auch ausreichend soziale Unterstützung durch die Kollegen erhielten. Eine Dame berichtet, dass die Arbeit für sie wie eine Therapie war, die dank des Verständnisses der Vorgesetzten möglich war. Alle genannten Beispiele berichten, unabhängig vom Genesungsgrad, Hoffnung zu haben und sich aufgrund ihrer Erfahrungen unbedingt für die Vorsorgeinitiative des Unternehmens einsetzen zu wollen, um möglichst viele Kollegen wachzurütteln.

Daneben haben die Mitarbeiter auch erfahren, was im Fall einer Erkrankung auf einen zukommt, wie und wo man Unterstützung und Beratung erhält und was man als Angehöriger, Freund, Kollege oder Vorgesetzter tun kann.

Aktive Bewusstseinsbildung der Kunden durch das Tragen des Pink Ribbon!
Der Oktober wird weltweit als Pink Ribbon Monat begangen. Jeder Mitarbeiter erhielt neben der Broschüre auch seine eigene Pink Ribbon Anstecknadel. Ziel war es, im Oktober durch das Tragen der Schleife auf der Arbeitskleidung, aber natürlich auch im privaten Umfeld, Freunde, Bekannte und Kunden an die Brustkrebsvorsorge zu erinnern und so vielleicht sogar ein Leben zu retten! Unsere Mitarbeiter trugen die rosa Schleife zahlreich als Zeichen der Solidarität und Ausdruck der Hoffnung auf Heilung.
Diese Präsenz in den Filialen und Märkten führte zu positiver Resonanz der Kunden, die nicht selten verwundert nachfragten, was es mit der pinken – ganz und gar nicht C.I. konformen – Schleife auf sich habe. Auch die Logistik wurde mit einbezogen und die Spiegel der gesamten LKW-Flotte, immerhin über 300 LKWs, mit Pink-Ribbon-Stickern ausgestattet.

Abschließend unterstütze die REWE International AG die österreichische Krebsvorsorge mit einem Eure je Mitarbeiter, in Summe also 38.000,00 Euro.

Ausdehnung des Projekts mit dem Vorsorgetag
Erfreut über den Erfolg der Pink Ribbon Initiative, setzt sich der Gedanke, Vorsorgeuntersuchungen zu unterstützen, im Rahmen des Vorsorgetags in der REWE International und Ihrer Tochterfirmen nach wie vor weiter fort. Mit der Bestätigung des jeweiligen Hausarztes erhalten unsere Mitarbeiter jährlich sogar einen zusätzlichen Urlaubstag.
Die Vorsorgeuntersuchung wurde 1974 von den österreichischen Sozialversicherungsträgern eingeführt und verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele: die Vermeidung von gesundheitlichen Risikofaktoren und die Früherkennung von Krankheiten. Das Untersuchungsprogramm beinhaltet:

  • Früherkennung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen,
  • Früherkennung von Risikofaktoren für Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus),
  • Früherkennung häufiger Krebserkrankungen (Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Darmkrebs),
  • Prävention von Suchterkrankungen,
  • Prävention von Parodontalerkrankungen und
  • Prävention von Erkrankungen des höheren Alters

Hierfür erfolgen folgende Untersuchungen:

  • Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese),
  • körperliche Untersuchung,
  • Untersuchungen von Blut und Harn,
  • Hämoccult-Test,
  • Ermittlung von gesundheitlichen Risikofaktoren,
  • für Frauen eine gynäkologische Untersuchung,
  • Untersuchung auf Zahnfleischentzündung

Weitere Details finden Sie auf
https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/Gesundheitsvorsorge_Einstieg1.html

Die Kosten für diese Untersuchungen werden je Versicherte einmal jährlich übernommen.

Allgemein kann man sagen, dass aus Unternehmenssicht Ausfallszeiten für Vorsorgeuntersuchungen a) weit geringer und b) wesentlich besser planbar sind, als jene, die aufgrund von Krebserkrankungen oder anderen schwerwiegenden Erkrankungen entstehen und wir somit weiterhin verstärkt daran arbeiten werden, mehr und mehr Mitarbeiter dazu zu motivieren, zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.