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18. Juli 2017

Ja! Natürlich testet Graspapier


Erstmalig in Österreich: Ja! Natürlich testet Graspapier als neue umweltschonende Verpackungsalternative

Nicht als Futtermittel geeignet, aber ökologisch wertvoll: Grünflächen für nachhaltige Verpackungen aus Graspapier

Österreichs Bio-Marke Nummer Eins macht einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltigere Verpackungen: Im Juli werden österreichische Paradeiser auf Tassen aus Graspapier verpackt, Äpfel folgen im Herbst. Graspapier wird aus einer Kombination von sonnengetrocknetem Gras und Frischfaser erzeugt, besteht zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen, enthält keinerlei Schadstoffe und punktet durch Einsparungen beim Wasser- und Energieverbrauch.

„Raus aus Plastik!“ lautet eines der Nachhaltigkeitsziele von Ja! Natürlich. Seit 2011 stellt die Bio-Marke daher unter Rücksichtnahme auf jeweilige Produktansprüche Verpackungen schrittweise auf Green Packaging um. Seither wurden bei vielen Obst- und Gemüsesorten Plastikfolien durch Zellulosefolien, Kunststofftassen durch Kartontassen und Kunststoffnetze durch kompostierbare Zellulosenetze ersetzt. Seit Beginn der Umstellung auf umweltschonende Verpackungen 2011 konnte Ja! Natürlich damit bereits über 380 Tonnen Plastik einsparen. Diese Menge an Plastik entspricht der Ladung von rund 54 Müllfahrzeugen, die gemeinsam eine Länge von über einem halben Kilometer bilden. Nach jüngsten Testreihen mit Natural Branding bei Avocados, bei dem das Logo mittels gebündeltem Lichtstrahl auf die Frucht angebracht wird, startet Ja! Natürlich nun einen neuen Vorstoß für mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung mit Tassen aus Graspapier anstelle herkömmlicher Kartonagen.

Verpackung aus 100% natürlichen Rohstoffen
Graspapier besteht zu 40% aus sonnengetrocknetem Gras und zu 60% aus FSC-zertifiziertem Zellstoff, das heißt aus 100% nachwachsenden und recyclebaren natürlich gewachsenen Rohstoffen. Das Gras wird von extensiv bewirtschafteten Ausgleichsflächen gewonnen, die bisher nicht genutzt und für die Gewinnung von Graspapier nun sinnvoll eingesetzt werden können. Die Grünflächen werden nicht gedüngt oder chemisch behandelt und müssen für möglichst kurze Transportwege in einem Umkreis von maximal 50km zur Papierfabrik liegen. Die FSC-Zertifizierung des verwendeten Holzes stellt außerdem sicher, dass der Wald vor übermäßiger Ausbeutung geschützt wird.
Obst- und Gemüsetassen aus Graspapier sind reißfester und formstabiler, da sie weniger Nässe aufnehmen als normale Tassen aus Altpapier. „Graspapier ist nicht nur ein wichtiger Beitrag für den Umweltschutz, sondern auch für den Menschen aufgrund fehlender mineralölhaltiger Schadstoffe ein großer Pluspunkt. Es ist frei von Schwermetallen und für den direkten Kontakt mit der Haut als dermatologisch unbedenklich eingestuft“, erklärt Martina Hörmer, Geschäftsführerin von Ja! Natürlich.

Einsparungen beim Wasser- und Energieverbrauch
Gras ist ein schnell nachwachsender Rohstoff und benötigt bei der Verarbeitung zu Graszellstoff erheblich weniger Wasser und Energie pro Tonne als die Herstellung von Holzzellstoff. Chemie kommt bei der Verarbeitung zu Graszellstoff gar nicht zum Einsatz. „Wir freuen uns sehr, nach langer Vorbereitungszeit eine weitere Testreihe im Bereich Green Packaging zu starten, die in der Umweltbilanz nochmals größere ökologische Vorteile bringt als Papierverpackungen. Den Paradeisern werden im Herbst unsere Äpfel folgen. Gelingt auch dieser Test, können wir uns durchaus vorstellen, die Verwendung von Graspapier als nachhaltiges Verpackungsmaterial auszuweiten“, sagt Hörmer.