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19. September 2018

Prämierung durch Blühendes Österreich und ARGE Streuobst:


Schönste Streuobstwiesen Österreichs in Salzburg und Oberösterreich

Jury: Robert Nagele, BILLA Vorstandssprecher, Katharina Varadi-Dianat, Obfrau ARGE Streuobst, Michaela Dorfmeister, Skilegende, Ronald Würflinger, Geschäftsführer Blühendes Österreich © Blühendes Österreich/ Dusek

Blühendes Österreich hat mit Doppelolympiasiegerin und Skilegende Michaela Dorfmeister, BILLA Vorstandssprecher Robert Nagele und der ARGE Streuobst im Rahmen eines Wettbewerbs Österreichs artenreichste Streuobstwiesen gewählt. Die ehemalige Skirennläuferin ist ebenfalls Besitzerin einer Streuobstwiese im Mostviertel und Botschafterin für Streuobstwiesen, um auf diese gefährdeten Schätze unserer Natur und Artenvielfalt aufmerksam zu machen. In Oberösterreich befindet sich Österreichs schönste Streuobstwiese in der Kategorie Streuobstgarten. Salzburg hat den schönsten Hausgarten Österreichs. Prämiert wurden auch die schönsten drei Streuobstwiesen und Hausgärten aus allen Bundesländern.

Am 19. September 2019 wurden die GewinnerInnen des Wettbewerbs “Österreichs schönste Streuobstwiese” prämiert und die schönsten Obstgärten vor den Vorhang geholt. Traditionell bewirtschaftete Streuobstwiesen stehen für idyllische Landschaftsbilder und hochwertige Lebensmittel.  Streuobstwiesen gehören zu den vielfältigsten Lebensräumen in Europa. Sie beherbergen bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten, sowie zahlreiche vom Aussterben bedrohte Obstsorten. Dennoch steht dieses Habitat auf der Roten Liste der gefährdeten Lebensräume ganz oben. Rund 80 Prozent der österreichischen Streuobstbestände sind in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen.

Summe der eingereichten Streuobstwiesen: Über 300 ha Streuobstwiesen, mehr als 5 ha Hausgärten

„Die vielen und hochwertigen Einreichungen zeigen die Pracht dieser gefährdeten Kulturlandschaften und die Obstvielfalt Österreichs. Sie wiesen eine sehr unterschiedliche Obstarten- und Obstsortenvielfalt, unterschiedliche Stammhöhen und Wuchsformen, sowie unterschiedliche Altersklassen im Bestand auf.  Durch die Pflege und harte Arbeit von engagierten Menschen können artenreiche Gärten möglich sein“, erzählt Katharina Varadi-Dianat, Jurorin und Obfrau der ARGE Streuobst.

Die Jury bewertete den obstbaulichen und ökologischen Wert einer Wiese sowie die soziokulturelle Funktionalität, also ob eine Nutzung als Erholungsraum oder eine Steigerung der Lebensqualität für die (menschliche) Umgebung vorliegt.

Die Jury hat unter 220 Einreichungen Österreichs schönste Streuobstwiesen in Wiener Neudorf prämiert.  Von 23. April bis 8. Juli 2018 konnten die idyllischen und artenreichen Obstgärten bei Blühendes Österreich eingereicht werden. In einem umfangreichen Auswahlverfahren nach objektiven und fairen Kriterien wurden die GewinnerInnen ausgewählt.

Was leistet eine Streuobstwiese?

In Österreich gibt es geschätzte 1.000 bis 2.000 Obstsorten. Die Streuobstwiesen sind für den Erhalt und die Kultivierung dieser Geschmacks- und Sortenvielfalt wichtig. Auch bei den Lebensmitteln ist eine breite Palette an Sorten hilfreich. Kronprinz Rudolf, Steirische Schafnase, Hirschbirne, Oberösterreichischer Brünnerling oder Wiener Haferbirne: Die Sortenvielfalt ist im Streuobstbau hundertfach höher als im Intensivobstbau.

Doppelolympiasiegerin und Skilegende Michaela Dorfmeister, die den heimischen Skisport wie fast keine andere geprägt hat, ist seit vielen Jahren stolze Streuobstwiesen-Besitzerin. „Heute jage ich keinen Weltcupsiegen mehr nach, ich möchte vielmehr, dass meine Tochter und in weiterer Zukunft ihre Kinder die schöne Kraft der traditionellen Streuobstwiese erleben können. Ich habe viel gelernt bei diesem Wettbewerb und unterstütze mit Stolz die Initiative für den Erhalt unserer Artenvielfalt.“

Sortenvielfalt bei Obst und Gemüse ist auch für BILLA, als wichtiger Nahversorger Österreichs, ein wichtiges Thema. Robert Nagele, BILLA Vorstandssprecher, unterstützt die Suche nach den schönsten Streuobstwiesen: „Bewusstsein für die regionale Obstkultur zu schaffen ist mir ein Anliegen. Unsere Kundinnen und Kunden können zudem mit dem Kauf unserer Eigenmarke „Da komm‘ ich her!“ direkt Blühendes Österreich unterstützen. Ein Cent pro Verkaufseinheit fließt in unsere Initiative zum Schutz unserer Natur.“ 

Den Titel für die schönste Streuobstwiese

Die erstgereihten 100 Einreichungen gewannen jeweils regionaltypische Obstbäume,  der Bundessieger aus der Kategorie Streuobstwiese konnte sich über die Erntewundermaschine „Obstraupe“ freuen  und der Hausgartengewinner eine Haus-/Hydropresse. Alle 54 PreisträgerInnen erhielten auch eine Plakette als Auszeichnung.

Die Preisträger der schönsten Streuobstwiesen Österreichs

 

Bundessieger

  • Familie Braunreiter, 90 Punkte, Kategorie Streuobstgarten aus Micheldorf in Oberösterreich

Die Begründung der Jury: Der beeindruckende Garten mit fast 300 Obstbäumen und einer enormen Sortenvielfalt wie Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschke, Quitte, Walnuss und Bittlinge hat uns beeindruckt. Familie Braunreiter arbeitet ökologisch vorbildlich, bewirtschaftet und nutzt traditionell. Dass ein gesamter Familienverband und ein gemeinsames Interesse dahintersteht, die Wiesen zu erhalten, garantiert den Bestand auch für die Zukunft.

  • Alfred Eder, 87 Punkte, Kategorie Hausgarten, aus Zell am See in Salzburg

Die Begründung der Jury: Ein Garten zum Wohlfühlen, der sehr arbeitsintensiv ist. Der ökologische Wert des Gartens ist sehr hoch weil es ein Biotop mit Seerosen, Molchen und Libellenlarven gibt. Am Hang wachsen Fichten, Buchen und Spitzeichen. Im Garten stehen viele Nistkästen und Bienenhotels. Sträucher wie Ribisel, Holunder, Haselnuss, Felsenbirne, und Flieder sowie Blumen runden den schönsten Hausgarten Österreichs ab. Die sensengemähte Wiese und die vorbildhafte Pflege und Erhaltung der hohen Bäume im Hausgarten waren weiter Gründe, Familie Eder als Bundessieger zu prämieren.

Landessieger:

Burgenland

  • 1. Platz Streuobstgarten: Hans-Josef Lendl, 90 Punkte
  • 2. Platz Streuobstgarten: Siegfried Ernst-Dürrer, 87 Punkte
  • 1. Platz Hausgarten: Helmut Roser, 75 Punkte
  • 2. Platz Hausgarten: Jennifer Pfeiffer, 66 Punkte

Kärtnen

  • 1. Platz Streuobstgarten: Josef & Barbara Wallner, 92 Punkte
  • 1. Platz Hausgarten: Eli Weingaertner, 60 Punkte

Niederösterreich:

  • 1. Platz Streuobstgarten: Christian Bisich, 93 Punkte
  • 2. Platz Streuobstgarten: Brigitte Luckmann, 89 Punkte
  • 1. Platz Hausgarten: Alois Lechner, 79 Punkte

Oberösterreich:

  • 1. Platz Streuobstgarten: Walter Mehlhart, 92 Punkte
  • 2. Platz Streuobstgarten: Georg Braunreiter, 90 Punkte
  • 1. Platz Hausgarten: Brigitte Mittendorfer, 84 Punkte

Salzburg

  • 1. Platz Streuobstgarten: Andreas & Gertraud Klappacher, 82 Punkte
  • 1. Platz Hausgarten: Johann Steinbacher, 78 Punkte

Steiermark:

  • 1. Platz Streuobstgarten: Bernard Wieser, 90 Punkte
  • 2. Platz: Karl-Heinz Fraiß, 89 Punkte
  • 1. Platz: Josef Schober, 90 Punkte
  • 1. Platz: Anna Puff, 90 Punkte
  • 1. Platz Hausgarten: Andrea Breithuber, 80 Punkte

Tirol:

  • 1. Platz Streuobstgarten: Rudolf Nagiller, 78 Punkte
  • 1. Platz Hausgarten: Elisabeth Förg, 82 Punkte

Vorarlberg:

  • 1. Platz Streuobstgarten: Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum für Vorarlberg, 78 Punkte
  • 3. Platz Streuobstgarten: Marktgemeinde Rankweil, 72 Punkte

Vorarlberg:

  • 1. Platz Hausgarten: Marktgemeinde Rankweil, 71 Punkte

Wien Hausgarten:

  • 1. Platz: Victoria Reiffenstein, 74 Punkte
  • 2. Platz: Susanne Zauner-Rohm, 71 Punkte
  • 3. Platz: Stella Wittmann, 64 Punkte

 

Die erreichte Punktezahl hat unterschiedliches Gewicht in den jeweiligen Bundesländern. So reichten 74 Punkte für einen ersten Platz in Wien, während Streuobstwiesen mit 89 Punkte in Oberösterreich für einen dritten Platz reichten. „Wir haben jede einzelne Einreichung geprüft. Die Gewinner zu wählen, war oft nicht leicht. Es sind Kleinigkeiten, welche einen Erstplatzierten von einem Viertplatzierten und die Wertigkeit einer Streuobstwiese von einer anderen unterscheidet. Eigentlich sind all jene Gewinner, die Streuobstwiesen erhalten“, hält Obfrau der ARGE Streuobst, Katharina Varadi- Dianat fest.

„Wir freuen uns über die vielen Einreichungen und bedanken uns bei jedem, der einen artenreichen Obstgarten oder eine Streuobstwiese mit viel Liebe und harter Arbeit bewirtschaftet. Wir möchten auf die Bedeutung von Streuobstwiesen als wichtige Ökosystemdienstleister hinweisen und diese prächtigen Obstgärten zeigen“, erklärt Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich.

Die Fotos der Prämierung mit den GewinnerInnen sowie die Fotos der schönsten Streuobstwiesen finden Sie hier: https://www.flickr.com/photos/bluehendesoesterreich/