Der Browser, den Sie nutzen, bietet nicht den nötigen Komfort und besitzt ggf. einige Sicherheitslücken, die neuere Browser nicht aufweisen. Bitte verwenden Sie den aktuellen Edge, Chrome, Firefox oder Safari.
30. August 2018

Fragen an den Vorstand: Janusz Kulik

Janusz Kulik, REWE International AG Bereichsvorstand BILLA CEE

Janusz Kulik ist seit 2009 Bereichsvorstand der REWE International AG. Im Rahmen eines kurzen Interviews erzählt der Vorstand von BILLA CEE, was ihn seit über 30 Jahren täglich motiviert, was er an seiner Arbeit so gar nicht mag und was er alles anders machen würde, wäre er nochmal 20 Jahre alt.


1.    Was ist Ihr Job in 2 Sätzen?
Verantwortung für paar Tausend Mitarbeiter und ihre Familien. Und viel Zeit am Flughafen, Hotels und jede Menge Multikulti.

2.    Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrer Arbeit?
Die Arbeit mit den Mitarbeitern, der soziale Kontakt, neue Kulturen kennenzulernen, neue Leute kennenzulernen neue Herausforderungen zu sehen. Das macht mir besonders Spaß in diesem Job. Darum bin ich hier, darum mach ich das, was ich mache. Normalerweise sagen einige von meinen Mitarbeitern „normale Leute machen das nicht“ – okay, ganz normal bin ich sicher nicht ;)

3.    Was gefällt Ihnen weniger an Ihrem Job?
Ich hab‘ zu wenig Zeit. Manchmal würd‘ ich mir wünschen, jeder Tag hätte ein paar Stunden mehr. Ich würde mir auch wünschen, dass unsere Fluggesellschaften in Europa besser organisiert wären. Die konsumieren unglaublich viel Zeit. Besonders jetzt in den letzten paar Monaten bei dem Chaos am europäischen Himmel. Es gibt leider fast immer Verspätungen. Das ärgert mich besonders an meinem Job, das ist verlorene Zeit.

4.    Wie viele km legen Sie in etwa pro Jahr in etwa im Flugzeug zurück?
Etwa 300.000 – 500.000 km – etwa 10 Mal um die Erde.

5.    Was ist das Besondere an BILLA CEE?
Das muss man ganz kurz sagen: ALLES!
Da kann ich jetzt Stunden reden. Das sind besondere Leute, das sind besondere Länder, das sind besondere Ziele, das sind besondere Erwartungen, das sind besondere Kulturen. Das ist alles, alles anders. Aber da sollten Sie auch unsere Mitarbeiter fragen, besonders die, die vielleicht vorher woanders in unserem Unternehmen gearbeitet haben und dann zu BILLA CEE gekommen sind. Von ihnen zu hören, was an BILLA CEE das Besondere ist, wäre sicher interessant.

6.    Sie sagen, die Mitarbeiter sind unter anderem das Besondere an BILLA CEE.
Natürlich. Wir haben extrem hohe Erwartungen und was wir bieten – viel Arbeit, viel Spaß, aber auch extrem schnelle Wege, sich weiter- und nach oben zu entwickeln. Bei uns wird es echt gelebt: The Sky is the Limit. Wir haben jede Menge Top Executives in unseren Länder, wir haben jede Menge Manager, die jung sind – das einzige, was die brauchen: die brauchen Hunger. Wenn die hungrig sind, die haben bei uns alle möglichen Chancen. Wenn sie schon am Anfang des Weges satt sind, dann sag ich okay, da gibt’s bessere Teile des Unternehmens als BILLA CEE für sie.

7.    Was motiviert Sie?
Immer neue Ziele, immer neue Leute, immer die Jungen, die bei uns arbeiten, die etwas erreichen wollen zu fördern, immer besser zu werden, immer die Latte höher zu hängen und immer zu sagen „wer soll das schaffen, wenn nicht BILLA CEE?“ Natürlich wir, wir sind die Besten, wir schaffen das natürlich.“ Es gibt auf keinen Fall statischen Ziele – ein Ziel ist heute okay, aber morgen ist es zu wenig.

8.    Beschreiben Sie sich in einem Wort.
Geborener Optimist. Ohne Optimismus kann man die extrem hohen Ziele heute überhaupt nicht sehen. Man kann sie sich überhaupt nicht vorstellen, wenn man nicht sagt, es gibt immer eine Lösung. Ich hab‘ seit Jahren ein Motto und es ist immer das Gleiche: Always forward! Das ist es schon seit über 30 Jahren.

9.    Sie arbeiten viel, sie arbeiten gerne und motivier und mit einer sehr positiven Einstellung.
Ja, ich habe eine extrem hohe Erwartung an meine Mitarbeiter, aber auch an mich selbst.  Ich denke, ich als Chef, ich muss immer Vorbild sein. Wenn ich zeige, dass ich auch viel Leistung für die Firma bringe, brauch ich nicht jedem Mitarbeiter erzählen, dass die Erwartung an unsere Gruppe genauso hoch ist. Man lebt es einfach vor.

10.    Was tun Sie, wenn Sie nicht arbeiten? Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten, wie tanken Sie Energie?
(Lacht) Wenn ich ein bisschen Zeit habe, sind es drei Sachen, denen ich mich besonders gerne widme. Familie, Fahrrad und Skifahren. Ich mag auch Gebirge sehr gerne. Wenn ich da ganz oben stehe, da tanke ich Energie, wie ein Turbolader;)

11.    Sind Sie nur Skifahrer oder fahren Sie auch Snowboard?
Ich habe Snowboard vor 5 oder 6 Jahren probiert, aber es ist nicht so meins ;) Meine Tochter fährt aber zum Beispiel lieber Snowboard.

12.    Wenn Sie 20 Jahre alt wären und den Wissenstand von heute wären?
Ah, das wäre sehr schlecht, wenn jemand er 20 Jahre alt ist, den Wissensstand von einem 55-jährigen hätte. Das wäre sehr, sehr schlecht für beide – für das Gehirn des 55-jährigen und den Körper des 20-jährigen.  Man sieht mit 55 natürlich einige Sachen natürlich ganz anders und die Vorsicht ist viel größer als die eines 20-Jährigen. Deshalb würde ich sagen, wenn ich wieder 20 wäre, würde ich alles wieder genauso machen.

13.    Sie haben ja gesagt, dass die Familie bei Ihnen an erster Stelle steht. Welche Drei Dinge oder Personen würden Sie auf eine verlassene Insel mitnehmen?
Familie, Fahrrad und viele Bücher.

14.    Sie lesen also gerne? Was lesen Sie denn aktuell?
Derzeit habe ich gerade in meinem Urlaub ein Buch gelesen, das ich schon seit Monaten bei mir liegen habe. Es ist von einem Intelligence Officer, der verdeckt gearbeitet hat. Der russische Secret Service hat in den 30er Jahren erstmals etwas entwickelt, das im Westen noch gar keine Überlegung war. Junge Menschen, Kinder wurden von Russland aus auf die ganze Welt verteilt um dort aufzuwachsen, sie wurden in der beruflichen Entwicklung in den verschiedensten Bereichen unterstützt. Im Militär, in Universitäten und und und und und….. und die Sowjetische Union hat in ihren besten Zeiten in den 70er Jahren 28.000 Leute auf der ganzen Welt verteilt. Bis zu ministerial Positionen in Amerika und UK und so weiter. Sie kennen einige Namen sicher. In dem Buch steht alles, wie war das organisiert, von den 30er Jahren bis heute. Extrem spannend. Ein Fall war ein Privatsekretär von Helmut Schmidt, da waren mehrere Beispiele und da gibt es noch tausende andere, von denen niemand weiß, wer sie sind.