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Europäisches Soja für unsere Hühner
Soja

Hohe Ansprüche ans Futter
Die österreichischen Eierproduzenten setzen heute auf Legehennen, die nahezu täglich ein Ei legen. Das setzt aber voraus, dass neben einwandfreien Haltungsbedingungen und guter Abstammung die Futterzusammensetzung den Ansprüchen an die Qualität und den Nährstoffbedarf entspricht. Neben Mais und Weizen wird ungefähr 1/4 der Futtermenge durch den Einsatz der Sojabohne abgedeckt.

Diese gelbe Bohne zeichnet sich als Hauptquelle von pflanzlichem Eiweiß ab, das ganz elementar bei der Bildung des Eies ist. Dabei liefert Soja nicht nur quantitativ die erforderlichen Eiweißanteile, sondern durch die spezielle Zusammensetzung (insbesondere der sogenannten essentiellen Aminosäuren) ist die Sojabohne unschlagbar und deshalb unverzichtbarer Bestandteil der Fütterung von Legehennen.

Österreich importierte in den letzten 70 Jahren Futtersoja primär aus den USA. Nachdem aber dort seit der Jahrtausendwende gentechnisch veränderte Sojasorten angebaut werden (mittlerweile mehr als 90 Prozent), greifen die österreichischen Eier-Bauern überwiegend auf südamerikanische Herkünfte bei den Sojabohnen zurück.

Dass diese auch aus gentechnikfreiem Saatgut stammen müssen, geht auf die Initiative der REWE International AG im Jahr 2002 zurück. Mittlerweile wird aber auch an den Sojaanbau dieser Herkunftsländer (insbesondere Brasilien) Kritik geübt. Der Anteil an Regionen, wo ausschließlich GVO-freie Sorten angebaut werden, ist auch dort stark rückläufig. Zusätzlich ist die großflächige  Landbewirtschaftung in Südamerika, die vielfach auch auf die Urbarmachung von Schutzzonen zurückzuführen ist, einer internationalen Kritik ausgesetzt.

Meilenstein
Um die Importabhängigkeit von Eiweißfuttermitteln zu reduzieren und gleichzeitig die Stärkung der europäischen GVO-freien Zonen voranzutreiben setzten wir ab Herbst 2013 den nächsten Meilenstein: Ab diesem Zeitpunkt wurde als Liefervoraussetzung festgehalten, dass Futtersoja der Legehennen ausschließlich aus zertifiziertem Donausoja stammen muss.

Zertifiziertes Donausoja ist selbstverständlich GVO-frei und stammt ausschließlich aus den definierten Regionen des Donauraumes. Diese Initiative schließt neben verstärkten Vermarktungsanstrengungen auch einen Forschungs- und Beratungsschwerpunkt mit ein, um einer europäischen Eiweißfutterversorgung einen ersten großen Schritt näher zu kommen.

Die Vorreiterrolle der REWE International AG
1994 verbannte BILLA als erste österreichische Handelsorganisation Käfighaltungseier aus dem Angebot. MERKUR, PENNY und ADEG folgten einige Jahre später. 1995 war der EU-Beitritt Österreichs. Der Marktöffnung und dem freien Warenverkehr schloss sich REWE International AG bei Eiern nicht an. Dem Konsumentenwunsch folgend setzten wir weiterhin ausschließlich auf Eier österreichischer Bauern. Die Kennzeichnung jedes einzelnen Eies ermöglicht eine lückenlose Nachvollziehbarkeit.

2002 initiierten wir die Brancheninitiative, dass bei der Erzeugung der Eier in den österreichischen bäuerlichen Betrieben keine gentechnisch veränderten Futtermittel eingesetzt werden. 2013 setzten wir bei all den bei BILLA, MERKUR, PENNY und ADEG angebotenen Eiern auf den Einsatz von zertifiziertem Donausoja.

REWE International AG ist Gründungsmitglied der ARGE Gentechnikfrei. Der Verein setzt sich für die Beibehaltung gentechnikfreier Produkte und Produktionen (inkl. Futtermittel) ein. Wir sind auch Gründungsmitglied des Vereins Donausoja, der das Ziel einer deutlich steigenden europäischen Eiweißversorgung ohne Gentechnik verfolgt.